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Sprachentwicklung bei Kindern

0 - 3 Monate

Reagiert auf Geräusche und dreht den Kopf zur Geräuschquelle

Produziert erste Geräusche (ooooo, mmmm, aaaa)

Lächelt, wenn es angesprochen wird

 

Macht Geräusche, die seine Stimmung widerspiegeln, auch im Dialog mit der Bezugsperson 

4 - 6 Monate

Reagiert auf Mimik

Beobachtet interessante Gegenstände und verfolgt diese mit seinem Blick

Reagiert auf Spielzeuge, die Geräusche machen

Vokalisiert während des Spiels, nimmt Gegenstände in den Mund 

Vokalisiert verschiedene Vokale, auch in Verbindung mit Konsonanten (aaaammmmm, daaaaaa)

Lippensprudeln 

7 - 9 Monate

Reagiert mit Blickkontakt auf seinen Namen

Hält kurz inne bei dem Wort /nein/

Brabbelt in Silbenketten /mamamama, dadada, babababa/

Sucht Kontakt, wenn es sich unwohl fühlt 

Streckt die Arme entgegen, wenn es hochgenommen werden will

Erkennt einige bekannte Namen und einige bekannte Gegenstände

Schiebt ungewollte Gegenstände zur Seite

10 - 12 Monate

Sucht nach bekannten Gegenständen

Nutzt die Zeigegeste, winkt und zeigt auf oder gibt Gegenstände

 

Imitiert und initialisiert Gesten, um in Kommunikation zu treten, Spiele zu spielen (z.B. Guck guck weg Spiele)

Versucht Geräusche der Erwachsenen zu imitieren

 

Reagiert auf einfache Wörter und Phrasen, wie z.B. "Schau mal zu Mama!"

Nutzt erste Wörter  (Papa, Mama, da usw.)

1. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Achten Sie auf das Hörvermögen Ihres Kindes. 

Dreht es seinen Kopf zu Geräuschquellen oder schaut es in Ihre Richtung, wenn Sie sprechen? Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind gut hört, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. 

 

Reagieren Sie auf die Geräusche Ihres Kindes. Sprechen Sie mit ihm und imitieren Sie dessen Geräusche.

 

Nutzen Sie Mimik und Gestik

 

Motivieren Sie ihr Kind, Ihre Handlungen zu imitieren, wie z.B. winken, Handkuss, klatschen usw., die zeigt dem Kind dialogisches Handeln und Gesten zu nutzen

Nutzen Sie Sprache im Alltag während Sie etwas tun, z.B. "Papa wäscht dir die Haare", "Du isst eine Banane, die Banane schmeckt gut".  

Nutzen Sie altersgerechte Bilderbücher, gemeinsames Singen, Fingerspiele. 

 

Sprechen Sie in der Sprache mit Ihrem Kind, in der Sie sich am wohlsten fühlen. 

13 - 18 Monate

Versteht Fragesätze mit „Wo?„

 

Versteht einfache Anweisungen, wie z.B. "Zeig mir deine Nase!", "Komm her!" usw. 

 

Nutzt die Zeigegeste um Gewolltes zu erhalten

 

Versteht und nutzt Wörter für bekannte Gegenstände, Handlungen und bekannte Personen 

 

Schüttelt den Kopf für nein und nickt für ja 

 

Kann einige Körperteile zeigen

 

Nutzt Gestik und Mimik beim Quatschmachen, Klatschen usw.

 

Nutzt eine Kombination von Geräuschen, Silbenketten und zielgerichteten Wörtern

19 - 24 Monate

Nutzt und versteht mindesten 50 Wörter aus den Bereichen Essen, Tiere, Spielzeuge und Körperteile 

Wörter werden häufig noch nicht korrekt ausgesprochen, z.B. /du/ für "Schuh"

Nutzt Zwei- Mehrwortkombinationen, z.B. "Mama spielen"

Versteht zweiteilige Aufträge 

Nutzt Pronomen wie meins, du

Nutzt verbale Sprache, um nach Hilfe zu fragen

Nutzt Possesivpronomen, z.B. Mamas Schuh

2. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Greifen Sie Geräusche im häuslichen Umfeld auf, wie z.B. das Ticken einer Uhr und machen Sie passende Geräusche mit Ihrem Kind 

 

Nutzen Sie Geräusche und Sprache in alltäglichen Kommunikationssituationen, z.B. beim Baden, pusten Sie Seifenblasen und begleiten Sie dies mit Geräuschen /b-b-b-b/, unterhalten Sie sich mit ihrem Kind beim Spazieren gehen: "So viele Bäume, siehst du das Eichhörnchen, das Eichhörnchen klettert hoch…!"

 

Geben Sie Ihrem Kind zweiteilige Aufträge: "Hole den Ball und räume ihn in die Kiste!"

Verwenden Sie vollständige Sätze. Erweitern Sie die Sprache Ihres Kindes, z.B. wenn Ihr Kind ‚Kuh‘ sagt, greifen Sie das Wort auf und bringen es in einen kurzen Satz: "Ja, stimmt, da steht eine Kuh auf der Weide!"

 

Erzählen Sie Ihrem Kind Geschichten und lesen Sie ihm täglich vor. Verwenden Sie in dieser Zeit Bücher mit vielen Bildern und sprechen Sie über die Bilder. Motivieren Sie Ihr Kind, auf Bilder zu zeigen und Motive zu benennen. Wenn es noch nicht reagiert, übernehmen Sie das zunächst für Ihr Kind und beschreiben Sie, was Sie sehen, Ihr Kind wird sich mit der Zeit selbst aktiv beteiligen. 

 

Motivieren Sie Ihr Kind, auf Bilder, Körperteile und Gegenstände zu zeigen.

2 - 3 Jahre

Nutzt Mehrwortkombinationen

 

Versucht die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, in dem es sagt: "Schau mal, Papa!"

 

Können ihren Namen sagen, wenn sie danach gefragt werden

 

Gebraucht erste Pluralformen

 

Verwendet vermehrt Verben in Kombination mit Nomen

 

Können 

Fragen wie "warum", "wie"

beantworten

 

Sprache wird für Familie verständlicher, für Außenstehende möglicherweise noch unverständlich 

3. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Äußerungen des Kindes wiederholen und erweitern

 

Zeigen Sie Interesse an den Äußerungen Ihres Kindes. Bitten Sie Ihr Kind, Unverständliches zu wiederholen: Ich weiß, du willst einen Stift, welchen Stift magst du haben? 

Bringen Sie Ihrem Kind neue Wörter bei, beschreiben Sie Dinge und Emotionen, die im Alltag Ihres Kindes eine Rolle spielen.

Nutzen Sie neue Wörter im Satz, die bekannte Wörter ersetzen. 

Üben Sie zählen mit Ihrem Kind, zählen Sie Schritte, Finger, Zehen

Nutzen Sie Bilder und setzen Sie Schrift im Alltag ein, z.B schreiben Sie den Namen Ihres Kindes unter gemalte Bilder

Nutzen Sie Fingerspiele, Kinderreime, Auszählverse

3 - 4 Jahre

Vergleicht Dinge

Wendet vermehrt Präpositionen an (in, auf, unter)

Bildet manche Konsonantenverbindungen 

Überwiegend flüssige Sprache

 

Verständlichkeit auch für Außenstehende überwiegend gegeben

Als-ob Lesen, Schreiben, einige Buchstaben können geschrieben werden

4. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Beginnen Sie mit Spielen zur Kategorienbildung 

Reime, Fingerspiele 

Vorlesen von Bilderbüchern.

 

Denken Sie sich Geschichten mit Ihrem Kind aus oder erzählen Sie Geschichten, helfen Sie ihm, die Geschichte nachzuerzählen.

Fragen Sie Ihr Kind, was ihm am besten gefallen hat

Helfen Sie Ihrem Kind beim Nacherzählen, indem Sie Fragen stellen. 

Ermutigen Sie Ihr Kind, Fragen zu stellen, wenn es etwas nicht verstanden hat.

Sie können Rollenspiele und alltägliche Routinen, wie z.B. einkaufen, kochen usw. mit Ihrem Kind nachspielen. 

4 - 5 Jahre

Ihr Kind bildet grammatikalisch korrekte Sätze, Sätze werden länger und komplexer

 

Ihr Kind kann über Vergangenes und Zukünftiges sprechen 

Verwendet vermehrt Pronomen, z.B. mich, ihm, er

Zischlaute (s,z,sch,ch) werden überwiegend korrekt gesprochen 

Erwirbt Präpositionen: neben, hinter, vor, zwischen

5. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Führen Sie täglich längere Gespräche mit Ihrem Kind, sprechen Sie über Dinge, für die sich Ihr Kind interessiert

Stellen Sie Fragen, die Ihr Kind zum Erzählen motivieren

5 - 6 Jahre

Versteht ca. 12000 Wörter

Beginnt, die Bedeutung von links und rechts zu verstehen

Korrekter Gebrauch von Zeiten, Konjugationen und Konjunktionen (Beispiele)

In der Lage, sich zu unterhalten

 

Kann Gedichte und ganze Liedtexte 

Kennt Wochentage,
Farbe und Formen

6. Jahr - Wichtig in dieser Zeit

Sprechen Sie darüber, wo sich Dinge im Raum befinden, und verwende Sie Wörter wie „zuerst, bevor, nachdem“ oder „rechts und links“. Reden Sie mit Ihrem Kind über Gegensätze wie z.B.„hinter und vor“ oder „groß und klein“.

 

Sprechen Sie über Kategorien wie Obst, Gemüse, Spielzeuge, Pflanzen oder Formen. Orientieren Sie sich dabei an den Interessen Ihres Kindes. Sortieren Sie Gegenstände nach Kategorien. Lassen Sie Ihr Kind erzählen, welche  Gegenstände nicht dazugehören und überlegen Sie gemeinsam, warum sie nicht dazu gehören.

 

Erzählen Sie leicht verständliche Geschichten oder schauen Sie sich gemeinsam Bilderbücher an und sprechen über das, was das Kind dabei interessiert. Überlegen Sie gemeinsam, wie Geschichten weitergehen könnten. Sie können auch Geschichten nachspielen, Kasperltheater spielen oder mit Puppen Geschichten nachstellen. Stellen Sie Fragen zur Geschichte – offene Fragen eignen sich besonders, um Kinder zum Erzählen zu animieren (was, wann oder warum). Lassen Sie ihr Kind nacherzählen, was es verstanden hat. 

Spielen Sie Spiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Beziehen Sie ihr Kind mit ein, indem Sie es selbst etwas beschreiben lassen. Diese Spiele fördern unter Anderem das Zuhören und helfen Kindern Wörter zu verwenden, um Dinge zu beschreiben. 

 

Nutzen Sie im Alltag Schriftsprache, z.B. Einkaufszettel schreiben, Briefe schreiben, Spielideen von Kindern gemeinsam notieren. 

 

Das Spielen von Brettspielen kann Ihr Kind dabei unterstützen, Regeln zu verstehen und einzuhalten. 

Achten Sie darauf, wenn Ihr Kind spricht und versuchen Sie einen gemeinsamen Aufmerksamkeitsfokus aufrecht zu halten. Zeigen Sie Ihr Interesse an den Dingen, die Ihr Kind Ihnen erzählt und bestätigen Sie das, was Sie gehört haben. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, auf Ihr Gesagtes zu reagieren. Kinder benötigen manchmal mehr Zeit, sprachlich zu reagieren.

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